Erneuerbare Energien im postsowjetischen Raum: vom spätsowjetischen Erbe zum Wegbereiter der Dezentrierung und neuer Verflechtungen
Dr. Benjamin Beuerle
Das Teilprojekt baut auf Forschungen zum spätsowjetischen Programm zur Entwicklung und dem Einsatz erneuerbarer Energien (EE) auf. Es untersucht, inwieweit in verschiedenen postsowjetischen Staaten (Ukraine, Usbekistan, Armenien, Russland) nach 1991 Ergebnisse dieses Programms genutzt oder vernachlässigt wurden, welche Debatten es hierzu gab, wie sich EE-Politiken seither entwickelt haben, welche Perspektiven es für den weiteren Ausbau gibt und welche ökologischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und (geo)politischen Implikationen damit verbunden sind. Durchweg wird hierbei auch nach Motiven, Wahrnehmungen und Bewertungen der Akteur:innen, wichtigen Wegmarken und Wendepunkten sowie nach Verbindungen zwischen den Entwicklungen in den untersuchten Staaten gefragt. Nicht zuletzt befasst sich das Teilprojekt mit der Bedeutung von erneuerbaren Energien als potenziell dezentraler Energiequelle und als Faktor der Entflechtung in einem post-imperialen Kontext – wie auch als Moment neuer oder verstärkter Verflechtungen sowohl zwischen postsowjetischen Staaten als auch zwischen ihnen und den Staaten der Europäischen Union.
Projektleitung: Dr. Benjamin Beuerle
