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Raumbildende Wasserenergien: Zwischen Sowjetmoderne, nation-building und globalen Ökologien

Toktogul-Talsperre am mittleren Naryn (Kirgistan)

Toktogul-Talsperre am mittleren Naryn (Kirgistan)

Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Frank

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Altyn Kapalova, M.A

Das Projekt - Teilprojekt der FOR "Energien der Vernetzung. Akteure, Räume und Narrative in Osteuropa (FU) - untersucht den Wandel der durch Wasserenergien konstituierten Räume, den Wandel der Flüsse als „flow of energy“ (Tvedt/Jakobsson 2006) zwischen der sowjetischen imperial-multinationalen Moderne und der Renationalisierung in den spätsowjetischen Teilrepubliken bzw. den unabhängigen Staaten in den Jahrzehnten nach 1991, für die man von einer „Soviet water legacy“ (Murzakulova 2023) sprechen kann. Dabei richtet sich ein vergleichender Blick auf zwei Flussregionen – Dnipro/Dnepr in der Ukraine sowie Naryn und Syr-Darja in Zentralasien.

Den wichtigsten Ausgangspunkt des Projekts bildet der Ansatz der Blue humanities (Mentz 2024, Oppermann 2023, Boccaletti 2021) als wasserfokussiertes Spezialgebiet der Energy Humanities (I. Szeman/D. Boyer 2017), die im Unterschied zu den etwas älteren Environmental Humanities neben wissenschaftlicher Analyse (umwelt)politisches Engagement explizit auf ihre Agenda setzen und ihre Forschung aktivistisch verstehen. Das vorliegende Projekt versucht, die humane Machtposition des Anthropozän zu verlassen, indem es nicht nur die Geschichte der Beherrschungsstrategien der Moderne nachzeichnet, sondern auch die diesen widerstehende und allen Umformungen und Überschreibungen trotzende agency der Flüsse und Gewässer herausarbeitet.

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